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Gegen sexuellen Missbrauch: Schule und Tagesstätte wollen ihre Einrichtung zu einem Sicheren Ort machen

Kinder und Jugendliche, Jungen wie Mädchen, können Opfer von sexuellen Übergriffen werden. Menschen mit Behinderung sind solchen Übergriffen - aufgrund ihrer Einschränkungen - noch weitaus häufiger ausgesetzt als Menschen ohne Behinderung. Otto-Steiner-Schule und Tagesstätte engagieren sich seit vielen Jahren, Kinder und Jugendliche vor Grenzverletzungen und sexuellem Missbrauch zu schützen.

 

Bereits im Herbst 2010 wurde dazu mit dem Theaterstück "Mein Körper ist mein Freund" ein großes Projekt durchgeführt, um Kindern und Jugendlichen auf diese Weise zu vermitteln, wie sie Grenzen setzen und sich selbst schützen können.

Neben dieser Maßnahme sind Tagesstätte und Schule seit langem darauf bedacht, ihre Mitarbeiter zu diesem Thema zu schulen und sensibel zu machen. Ziel ist es, unsere Einrichtung zu einem "Sicheren Ort" zu machen. Dies geht von thematischen Inputs in Mitarbeiterkonferenzen bis hin zur spezifischen Schulung von Mitarbeitern oder dem Umgang bei Verdachtsfällen in Familien.

Als weiteren Baustein im Konzept "Sicherer Ort" haben Schule und Tagesstätte nun einen "Verhaltenskodex zur Prävention sexualisierter Gewalt" eingeführt. Im Rahmen eines Fortbildungsnachmittages trafen sich alle 150Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sich mit Inhalten und Bedeutung dieses Verhaltenskodexes für die alltägliche pädagogische Arbeit auseinander zu setzen. So wurde über Opferzahlen und Täterverhalten informiert, es wurden Übungen zu den persönlichen Grenzen wie auch zur Vermeidung von Grenzverletzungen gegenüber Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

 

Schließlich wurde der Verhaltenskodex vorgestellt und die Bedeutung der einzelnen Punkte mit Hilfe einer speziellen Methode (World Café) diskutiert. Ziel war es, dass sich jeder Mitarbeiter zu jedem der Punkte Gedanken macht: Was bedeutet dies für mich und meine pädagogische Arbeit? Wie ist es in meiner Arbeit umsetzbar? Wo sind Grenzen, wo brauche ich Unterstützung?

Oder, um es auf zwei Kernfragen zu reduzieren: Wie können die individuellen Grenzen der Kinder und Jugendlichen bestmöglich geschützt werden? Wie schaue ich - auch bei Kollegen - genauer hin, so dass Übergriffe angesprochen werden können und Täter aufgedeckt werden?!

 

Es war ein abwechslungsreicher Fortbildungsnachmittag, mit vielen lebhaften und konstruktiven Diskussionen - und damit ein weiterer Schritt auf dem Weg, unsere Einrichtung zu einem "Sicheren Ort" zu machen.

 

 

Information zu Zahlen und Täterstrategien
Information zu Zahlen und Täterstrategien
Intensiver Austausch und Diskussion zu den einzelnen Punkten des Verhaltenskodexes
Intensiver Austausch und Diskussion zu den einzelnen Punkten des Verhaltenskodexes
Blick auf alle 150 Mitarbeitenden von HPCA Schule und Tagesstätte während der Diskussion
Blick auf alle 150 Mitarbeitenden von HPCA Schule und Tagesstätte während der Diskussion
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